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Software AG kauft In-Memory-Spezialist Terracotta

Die Software AG hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Terracotta getroffen, die es dem Softwarehersteller ermöglichen wird, erweiterte Cloud-Dienste zu entwickeln und die Leistung und Skalierbarkeit seiner Business-Software-Management-Tools mit Terracottas In-Memory zu erhöhen "Software für Java", sagte die Firma.

Die Software AG erwirbt alle Softwarerechte für "einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag" in bar, so das Unternehmen. Terracotta ist ein Unternehmen in Privatbesitz mit 55 Mitarbeitern in San Francisco und New Delhi. Die Transaktion soll im Juni 2011 abgeschlossen sein.

In-Memory-Computing speichert Daten im RAM, anstatt sie von Festplatten zu lesen, was zu einer Leistungssteigerung und besseren Skalierbarkeit führt. Terracotta-Technologie kann laut Software AG bis zu einem Terabyte an Daten speichern. Die erste Priorität sei die Integration der Technologie von Terracotta in die Software AG webMethods und die Geschäftsprozess-Management-Software Aris, sagte der CTO der Software AG, Wolfram Jost, während einer Telefonkonferenz, um den Deal zu präsentieren. Ziel der Software AG ist es, im vierten Quartal eine Version von Terracottas In-Memory-Tool zu liefern, die ohne zusätzliche Konfiguration auf bestehende Software AG-Installationen angewendet werden kann.

[Weiterführende Literatur: Beste NAS-Boxen für Media-Streaming und Backup]

Einer der Grundtendenzen, die zur Übernahme geführt haben, ist, dass die Installationen der Software AG größer werden. Das wiederum erhöht die Skalierbarkeit und die Leistungsanforderungen an seine Software, die nach der Integration von Terracottas Technologie helfen wird.

Terracottas In-Memory-Verarbeitung wird auch eine Schlüsselrolle spielen, wenn die Software AG Cloud-Versionen von seine Produkte. Im Februar gab das Unternehmen bekannt, dass es im dritten Quartal Cloud-fähige Versionen von webMethods und Aris veröffentlichen wird. Es soll Nutzern die Entscheidung überlassen, ob sie ihre Software AG-Anwendungen in einer öffentlichen oder privaten Cloud ausführen wollen.

Terracottas Cloud-Tools ermöglichen die Einführung von Standard-Enterprise-Java-Anwendungen in Cloud-Umgebungen. Die Tools verwalten alle Aspekte der Server-Erstellung und Software-Bereitstellung, laut Terracottas Website. Die Integration der Terracotta-Technologie und der Cloud-Plattform der Software AG werde nächstes Jahr Früchte tragen, so die Software AG.

Die Software AG wird auch weiterhin die Open-Source-Versionen der Terracotta-Produkte unterstützen, darunter Ehcache, mit dem die Leistung und Skalierbarkeit verbessert werden von Enterprise-Java-Anwendungen. Terracottas Open-Source-Projekte werden wie geplant oder schneller fortgesetzt, schrieb Terracottas Gründer und CTO Ari Zilka am Sonntag in einem Blogbeitrag.

Dies ist laut Zilka eine großartige Zeit für Java. Gemeinsam beabsichtigen die Software AG und Terracotta, "Ihre App von lokalem einfachen Caching über verteilte In-Memory-Lösungen bis hin zu datencenterweiten oder Cloud-skalierten Bereitstellungen" zu entwickeln. Terracottas kommerzielle Produkte werden laut Software AG auch weiterhin separat verkauft.

Die Software AG ist nicht das einzige Unternehmen, das das In-Memory-Computing vorantreibt. In der vergangenen Woche hat SAP eine Cloud-basierte Plattform für die In-Memory-Computing-Technologie HANA (High-Performance Analytic Appliance) auf den Markt gebracht.