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Gesichtserkennung und Facebooks Problem der wiederkehrenden Privatsphäre

Facebook hat wieder einmal versagt mit der Privatsphäre der Nutzer im Namen eines neuen Features.

Die neueste Kontroverse ist über Facebook Gesichtserkennung, die automatisch Freunde in Fotos markieren kann, nur indem das Bild zu einer massiven Datenbank von Gesichtern.

Gesichtserkennung ist ein nützliche, zeitsparende Funktion - zumindest wenn es funktioniert. Aber es ist auch eine gruselige Ergänzung zu Facebook, die dich automatisch aktiviert. Wie meine Kollegin Sarah Jacobsson Purewal berichtete, kann man nur automatisch von Freunden getaggt werden. Die Datenbank kann Ihren Namen technisch immer noch mit Ihrem Gesicht verbinden.

Darin liegt das große Dilemma von Facebook, das immer wieder auftaucht, wenn jede neue Änderung auf der Website mehr persönliche Informationen der Nutzer verlangt: Ja, die Nutzer lassen Die Zustimmung zu neuen Funktionen wäre ein respektvollerer Ansatz. Aber weil Facebook von Natur aus sozial ist - das heißt, es ist auf die Teilnahme vieler Nutzer angewiesen -, ist die Teilnahme viel schwieriger. In einigen Fällen ist es einfach unpraktisch.

Nehmen Sie zum Beispiel die im letzten Jahr eingeführte Funktion "sofortige Personalisierung". Dadurch können Partner-Websites Informationen aus Ihrem öffentlichen Facebook-Profil und aus den öffentlichen Profilen Ihrer Freunde verwenden und anzeigen. Wenn Sie beispielsweise Nutzerbewertungen zu Rotten Tomatoes oder Yelp schreiben, können Ihre Freunde diese Erfahrungsberichte beim Besuch der Website sehen, sofern sie bei Facebook angemeldet sind. Hätte Facebook diese Funktion aktiviert und nicht deaktiviert, hätten sich die meisten Leute nicht darum gekümmert. Das würde den Zweck der Personalisierung zunichtemachen, die darauf angewiesen ist, viele Empfehlungen von Leuten zu haben, die Sie kennen.

Ein einfacheres Beispiel ist Facebooks allgemeinere Einstellung gegenüber öffentlichen und privaten Informationen. Ende 2009 nahm Facebook Änderungen an seinen Datenschutzeinstellungen vor, um den Schwerpunkt auf "alle" zu legen, sodass Benutzer ihre Statusaktualisierungen standardmäßig mit dem gesamten Internet teilen. Mit dieser Änderung versuchte Facebook mehr wie Twitter zu sein - eine massive, andauernde öffentliche Konversation zwischen vielen Menschen, egal ob sie Freunde oder Fremde sind. Ich mag Twitter, und ich verstehe, dass Facebook diese Änderung vornehmen möchte. Aber es funktioniert auch nur, wenn eine kritische Masse von Leuten teilnimmt. Deshalb ist die Option "Jeder" für Statusupdates nicht Opt-In, sondern Opt-Out.

Bei der Gesichtserkennung steht Facebook vor dem gleichen Dilemma. Facebook könnte den Leuten die Wahl geben, sich in ihre Fotoerkennungsdatenbank einzutragen, aber wie viele Leute würden sich dann darum kümmern? Der ganze Sinn der Facebook-Gesichtserkennung besteht darin, alle Ihre Freunde auf einem Foto ohne manuelle Arbeit zu markieren. Wenn die meisten deiner Freunde nicht teilnehmen, ist die Funktion wertlos.

Ich verteidige Facebooks Aktionen nicht, aber ich verstehe, warum sich die Seite so verhält. Solange Facebook neue Funktionen einführt, wird es neue Datenschutz-Snafus geben. Die Gesichtserkennung war nicht die erste und wird nicht die letzte sein.

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