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Auto-Gadgets gefährden die Privatsphäre von Autofahrern

Für viele Fahrer ist das Cockpit ihres Autos ein Sanctum Sanctorum, ein Ort, an dem die Privatsphäre unantastbar ist. Das wird jedoch immer weniger, da High-Tech-Gadgets eingeführt werden, um herauszufinden, was Sie hinter dem Steuer tun.

Zum Beispiel hat American Family Insurance in Madison, Wisconsin, ein freiwilliges Programm, das die Aktivitäten im Inneren überwacht ein Auto durch eine Videokamera, mit Audio, im Rückspiegel befindet. Das Programm soll die Fahrgewohnheiten von Teenagern verbessern, aber jeder auf dem Fahrersitz ist ein faires Spiel für die Kamera.

Das System reagiert auf unberechenbares Fahrverhalten. Wenn also ein Fahrer auf die Bremse tritt, plötzlich abspringt oder etwas trifft, wird ein 20 Sekunden langer Videoclip an die Analysten der Versicherungsgesellschaft geschickt, der dann zum Haushalt weitergeleitet wird, wo die Familie ihn überprüfen und diskutieren kann, wie man eine Reprise der Aktion in der Zukunft.

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Ein weiteres freiwilliges Programm mit intrusivem Potenzial wird von Safeco aus Seattle angeboten. Genannt Teensurance, zielt es auch angeblich auf Teenager. Unter dem Programm ist ein GPS-Ortungsgerät in einem Auto installiert, das es ermöglicht, es online in Echtzeit zu verfolgen. Wenn ein Teenager sein eigenes Auto hat, könnte das Programm als eine Form der elterlichen Kontrolle angesehen werden, aber wenn das Auto der Jugend auch das Familienauto ist, dann kann das Programm viel aufdringlicher sein als beabsichtigt, zumal das Programm auch Geschwindigkeitswarnungen erlaubt Die Progressive Insurance in Mayfield Village, Ohio, hat ein freiwilliges Programm, das "Black Boxes" in Autos platziert, um den Fahrer zu überwachen Verhalten. Obwohl die Boxen den Standort nicht überwachen, werden sie dem Versicherer zeigen, wie viele Meilen ein Auto gefahren wird und wie es beschleunigt und gebremst wurde. Die Karotte für die Teilnahme am Programm ist niedrigere Prämien; der Steuerknüppel, ein Aufpreis für unsicheres Fahren.

Nicht nur Versicherungen sind dabei, sich in die Privatsphäre des Fahrers einzuarbeiten. So hat Garmin auf der diesjährigen CES eine "Personal Tracking Unit" vorgestellt. Nach dem Einschalten der Garmin GTU 10 kann der Standort von einem Mobiltelefon, Computer oder einem anderen Garmin-Gerät verfolgt werden. Es könnte zum Beispiel in den Kofferraum eines Autos geworfen werden und dazu verwendet werden, die Bewegungen des Fahrzeugs zu verfolgen.